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Aktuell

Kreative Pause bei den “Revierpassagen”

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wegen dringlicher Wartungsarbeiten am Online-Auftritt veröffentlichen wir aus technischen Gründen vorübergehend (für einige Tage) keine neuen Texte und Bilder. Die bisherigen Beiträge bleiben zugänglich. Bitte schaut / schauen Sie auch in Kürze wieder herein, dann geht es weiter voran. Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeit. Freundliche Grüße Bernd Berke und das Team der Revierpassagen   … Den ganzen Artikel lesen »

Neue Artikel

Alfred Sisley: „Der wahre Impressionist“ in Wuppertal

Alfred Sisley: „Der wahre Impressionist“ in Wuppertal

Natürlich kennt man seinen Namen, der so englisch klingt, weil seine Eltern Briten waren. Aber immerhin wurde der Maler in Paris geboren, und zeitlebens hat er sich vergeblich bemüht, die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen.   Die Kunstbürgerschaft hat er auf jeden Fall erreicht. In Wuppertal, wo zurzeit im Von der Heydt-Museum die erste Sisley-Einzelausstellung in Deutschland hängt, wird er als „der wahre … Den ganzen Artikel lesen »

Die Kunst, die Putzfrau und Kippenbergers Kichern

Die Kunst, die Putzfrau und Kippenbergers Kichern

Lasset uns offen und ehrlich sein: Im Kunst-Diskurs der Republik spielt Dortmund keine tragende Rolle. Jetzt aber berichten die Medien landauf, landab über einen musealen Vorfall, der einem elend bekannt vorkommt. Ja, es scheint sich hierbei um eine der regelmäßig wiederkehrenden urban legends zu handeln, wie sie immer mal wieder – in leicht variierten Formen – durch die Presse geistern. Machen … Den ganzen Artikel lesen »

Zum Tod der Musikjournalistin Sonja Müller-Eisold

Zum Tod der Musikjournalistin Sonja Müller-Eisold

Rund 55 Jahre lang hat sie für die Westfälische Rundschau (WR) über Oper, Ballett und Konzerte in der Region geschrieben. Welch eine Zeitstrecke, welch eine Lebensleistung! Jetzt ist die Dortmunder Musikjournalistin Sonja Müller-Eisold mit 80 Jahren gestorben. Eigentlich unfassbar, dass sie ihre angestammten Plätze in den Opern- und Konzerthäusern nicht mehr einnehmen kann. Wie sie denn überhaupt aus dem westfälischen … Den ganzen Artikel lesen »

John Carpenters “The Ward” – ein November-Gruselchen

John Carpenters “The Ward” – ein November-Gruselchen

Das Genre Grusel, Horror, Gänsehaut und Co. ist ja generell nix für mich. Probieren tu ich’s trotzdem immer mal wieder, so vorurteilsfrei wie möglich, denn es gibt ja auch wirklich spannende und gute Filme dabei. Im Vorspann zündet eine blonde junge Frau per Streichholz die Gardinen eines Farmhauses an, und während das Haus lichterloh brennt, kommt auch schon die ländliche Feuerwehr … Den ganzen Artikel lesen »

Endlich im Museum: Blaubär, Arschloch und der Föhrer

Endlich im Museum: Blaubär, Arschloch und der Föhrer

  Endlich darf Moers ins Museum „7 ½ Leben” hat Walter Moers schon hinter sich gebraucht – zumindest legt die gleichnamige Ausstellung in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen das nahe. Zum ersten Mal darf das Gesamtwerk des Zeichners, Grafikers, Autors ins Museum. Skizzen und Vorab-Collagen sind zu sehen, Storyboards und fertige Clips, Tuschezeichnungen, Objekte und Bücher. Richtig: Bücher. An den Bänken sind Moers’ Romane befestigt. … Den ganzen Artikel lesen »

Die Kunden-Universität

Die Kunden-Universität

Die Hochschulen sind voll? Gut so! Im Jahr 12 nach Bologna darf sich der Studierende als Kunde im akademischen Betrieb fühlen. Der tut alles dafür, der Zielgruppe seine Dienstleistung möglichst schmackhaft zu machen. Studieren im Jahr 2011 – eine Collage. Montag, 10 Uhr. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund, hat ihr professionelles Lachen aufgesetzt. „Gemeinsam … Den ganzen Artikel lesen »

Spielarten des Rock beim Dortmunder Westend-Festival

Spielarten des Rock beim Dortmunder Westend-Festival

Crashkurs durch die Spielarten des Rock gefällig? Das Musikmagazin Visions hat die selbst gestellte Aufgabe beim Westend-Festival am Freitag und Samstag im FZW im jeweils flotten Dreiklang gelöst – mit so unterschiedlichen Künstlern wie Thees Uhlmann, Therapy? und Maximo Park. Da konnten selbst die Toten Hosen nicht Nein sagen. „Ich weigere mich, die Regel zu akzeptieren, dass es eine Korrespondenz gibt … Den ganzen Artikel lesen »

Der Kitsch, der auf den Gräbern liegt…

Der Kitsch, der auf den Gräbern liegt…

Jetzt geht es allerorten auf die Friedhöfe. Gräber pflegen, Lampions aufstellen, Gestecke ablegen – was im Gemeingebrauch so dazu gehört. Bei solchen Gelegenheiten wirft man auch schon mal einen Blick auf fremde Grabstellen, und da scheint mir in letzter Zeit eine bedenkliche Entwicklung einzusetzen: Engelchen aus Porzellan, das geht ja vielleicht noch, aber steinerne Bärchen, bunte Puppen, modellierte Alltagsgegenstände, sogar Batterie … Den ganzen Artikel lesen »

Hoffmanns Spukgestalten

Hoffmanns Spukgestalten

Die Geliebte glänzt durch Abwesenheit. Vielleicht ist Stella nur ein Traumbild, in dem der Dichter Hoffmann seine Idealfrau erblickt. Die Sehnsucht nach ihr befeuert zwar seine Phantasie, erwärmt aber nicht sein Leben. Das fühlt sich kalt und unbewohnt an: Wie sehr, das lässt Regisseur Dietrich Hilsdorf uns jetzt im Essener Aalto-Theater spüren. Dort … Den ganzen Artikel lesen »

“Verträgen halte Treu’” – Kann Castorf den “Ring”?

“Verträgen halte Treu’” – Kann Castorf den “Ring”?

Er macht’s. Er, das ist Frank Castorf, Intendant der Berliner Volksbühne, Regie-Berserker und Stückezerfledderer. Er wagt sich ans Größte, Hehrste des musikalischen Theaters – also an Richard Wagners gewaltige, episch breite Trilogie „Der Ring des Nibelungen”. Kann er’s? Vor allem: Schafft er’s ausgerechnet am würdevollen Weihetempel namens Bayreuth? Die da das Sagen haben, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, rufen ein … Den ganzen Artikel lesen »

Dortmunder Krallenfund: Raubsaurier im Ruhrgebiet

Dortmunder Krallenfund: Raubsaurier im Ruhrgebiet

Hier geht’s um Dinosaurier im Revier. Nein, es sind keine gigantischen Hochöfen oder Gasometer gemeint. Für derlei Zeugnisse der historisch gewordenen Industrielandschaft erstrebt die Region jetzt gleichsam pauschal den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes. Vielleicht leben wir eines Tages alle in einem großen, großen Freilichtmuseum. Davon erst einmal genug. Parallel gab’s gestern eine Nachricht, die selbst die “Bild”-Redaktion elektrisierte und zur Dino-Schlagzeile anstachelte. Die … Den ganzen Artikel lesen »

Lisztiana IV – Und wie hält er’s mit der Religion?

Lisztiana IV – Und wie hält er’s mit der Religion?

Die Musikwelt feiert heuer den 200. Geburtstag von Franz Liszt. Das Urteil über ihn scheint klar: der Frauenheld, der Tastenlöwe. Dass er 1865 die niederen Weihen erlangte, sich fortan Abbé nennen durfte – bestenfalls eine Laune. Oder eine Flucht in die Religion? Michael Stegemann, Professor für Historische Musikwissenschaft an der TU Dortmund, weiß zu differenzieren. Gerade hat er das Buch … Den ganzen Artikel lesen »

Ortsbegehungen in Mahlers Welt

Ortsbegehungen in Mahlers Welt

Nicht nur im laufenden Mahler-Gedenkjahr, auch lange noch darüber hinaus, werde ich sehr gerne zu dem schönen, geschmackvoll edierten Lebensbuch greifen, das der Residenz Verlag unter dem Titel „Mahlers Welt / Die Orte seines Lebens“ unlängst hat erscheinen lassen. Alle, die sich für Mahlers große Symphonik interessieren, sich für sie zu interessieren beginnen, sie vielleicht sogar schon lieben, werden sich … Den ganzen Artikel lesen »

Beckett, Bienen, inszenierte Archive – Martin Pages Künstlernovelle „Bienenzucht nach Samuel Beckett“

Beckett, Bienen, inszenierte Archive – Martin Pages Künstlernovelle „Bienenzucht nach Samuel Beckett“

Jener Moran aus Becketts Roman „Molloy“, der den Auftrag hat, den Titelhelden ausfindig zu machen, betrachtet fasziniert den Flug der Bienen und ist „bestürzt über das verwickelte Gebilde dieses mannigfaltigen Tanzes.“ Im Verkehr der Insekten, die „keineswegs wie Menschen tanzen, um sich zu vergnügen, sondern auf andere Art“, entdeckt er „ein System von Zeichen“; er ordnet die „vielen verschiedenen Figuren … Den ganzen Artikel lesen »

Ernst Meister: An den Grenzen des Daseins

Ernst Meister: An den Grenzen des Daseins

“Abend erscheint. Rauchig ist die Stadt meiner Mutter, rauchig die Stadt meines Vaters von den Eisenöfen.” Was haben wir da? Ruhrgebietsliteratur der bodenständigen, realistischen Art? Eigentlich ganz und gar nicht, obwohl sich die Verse auf Hagen beziehen. Es handelt sich um den Anfang eines Gedichts von Ernst Meister (1911-1979), der dieser Stadt sein Lebtag treu geblieben ist – wie der Maler Emil Schumacher. Da könnte … Den ganzen Artikel lesen »

Anti-Ideal zur höheren Geigen-Tochter: Patricia Kopatchinskaja und Fazil Say in Essen

Anti-Ideal zur höheren Geigen-Tochter: Patricia Kopatchinskaja und Fazil Say in Essen

An Patricia Kopatchinskaja scheiden sich die Geister. Die moldawische Geigerin pflegt einen radikalen Stil. Ihr Spiel geht an die Grenzen, die intensiven Ausdruck von schierer Brutalität scheiden. Die Kritik sagt ihr nach, den „Schmutz“ in der Musik zu lieben – das Geräuschhafte, den bis zur Schmerzgrenze aufgerauten Ton. Die sie mögen, bewundern ihre unbedingte Wahrhaftigkeit, ihre kompromisslose Ausdruckssuche. Die sie … Den ganzen Artikel lesen »

Vestische Erleuchtung

Vestische Erleuchtung

Der Herbst ist da und mit ihm zum sechsten Male in Folge “Recklinghausen leuchtet”. Am 14. Oktober eröffnet, zieht die Veranstaltung wie bereits in den Vorjahren wieder viele Besucher in die schöne Altstadt der vestischen Kommune. Noch bis zum 30. Oktober erstrahlen 34 historische Gebäude und Privathäuser in einem sorgsam installierten Lichtermeer. Das diesjährige Leuchten findet im Rahmen des 775. Stadtjubiläums … Den ganzen Artikel lesen »

Nachruf, lass nach!

Nachruf, lass nach!

Kürzlich bin ich wieder einmal in Versuchung geraten… In die Versuchung, einen Nachruf zu schreiben. Der Verstorbene aus der Film- und Theaterwelt ist wahrlich bedeutsam genug gewesen und hat einem große Momente gegeben. In solchen Fällen ist es beinahe, als wäre ein Freund oder Familienmitglied gegangen. Doch dann habe ich mich bezähmt. Im Gegensatz zu früheren Jahren bin ich nicht mehr gehalten, … Den ganzen Artikel lesen »

Nicht nur Vulkanasche – Die Lesenation Island war Ehrengast der Frankfurter Buchmesse

Nicht nur Vulkanasche – Die Lesenation Island war Ehrengast der Frankfurter Buchmesse

Riesige Leinwände mit den Porträts Lesender vor gut bestückten Bücherregalen geben Einblicke in isländische Wohnzimmer. Und wie da gelesen wird! Island ist das Land mit den meisten Büchern pro Einwohner. Die Projektionen im Island-Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse, die man auf den ersten Blick für Dias hätte halten können, bewegen sich. So viel oder so wenig sich jemand bewegt, wenn … Den ganzen Artikel lesen »

Promis imponieren uns gar nicht

Promis imponieren uns gar nicht

Letzten Samstag habe ich wahrhaftig einen fernsehprominenten Schauspieler im Dortmunder Westfalenpark gesehen. Er war offenbar zu Besuch bei Freunden, mit denen er auch auf den Kinderspielplatz ging. “Na und?” rufen sie jetzt unisono in Berlinhamburgmünchenköln und wenden sich wieder stärkeren Reizen zu. In Dortmund, erst recht in weiten Teilen des sonstigen Ruhrgebiets, sind Promis im Stadtbild tatsächlich immer noch etwas Seltenes. Das … Den ganzen Artikel lesen »

Ist die Finanzwelt etwa kulturlos?

Ist die Finanzwelt etwa kulturlos?

Sie wird gern beschworen, die Gesprächskultur. Sie wird gern zitiert, die Unternehmenskultur. In vieler Munde ist sie, die Esskultur, oder auch die Tischkultur, beim Kochen spricht man häufig sogar von Kochkunst. Wir hätten auch noch die Diskussionskultur, Streitkultur oder sogar dann und wann Aussagen über Formen der politischen Kultur. Auffällig indes ist, das mit keinem zusammengesetzten Wort eine Bankenkultur oder Finanzweltkultur … Den ganzen Artikel lesen »

Liebe und Staatsbankrott: “Lustige Witwe” ist nicht so lustig

Liebe und Staatsbankrott: “Lustige Witwe” ist nicht so lustig

Franz Lehárs „Lustige Witwe“ begeistert mit musikalischer Qualität und dramaturgischem Pfiff. Irgendwie scheint sie aber auch in unsere Zeit zu passen. Denn momentan wird zwischen Lübeck und Innsbruck auf mehr als ein Dutzend Bühnen versucht, der Dame ihre Millionen abzuluchsen. Allein in NRW intrigiert die pontevedrinische Diplomatie an vier Orten: ab Dezember in Düsseldorf, in Detmold ab 4. November in … Den ganzen Artikel lesen »

Fiktive Bedrohung – Kettenreaktion im Ruhrgebiet

Fiktive Bedrohung – Kettenreaktion im Ruhrgebiet

Einmal angenommen, in Nordrhein-Westfalen stünde ein Kernkraftwerk, welches tatsächlich ans Netz gegangen wäre. Angenommen, dieses Kernkraftwerk würde besetzt und das ganze Ruhrgebiet wäre von der Auslöschung bedroht, weil ein Superschurke und ein von Greenpeace gemobbter ehemaliger Schichtleiter die Finger am Knopf haben? Angenommen, die Krefelder Polizei hätte zeitgleich einen Mordfall, von dem ihnen nur ihr Bauchgefühl sagt, dass es ein … Den ganzen Artikel lesen »

Alles muss wohl immer lustig sein

Alles muss wohl immer lustig sein

Kürzlich wurde das Modell für das zukünftige Fußballmuseum am Dortmunder Hauptbahnhof veröffentlicht. Mir hat das gläserne Stück gut gefallen – immerhin konnte man sich in der Regionalpresse ein Bild machen oder besser ansehen. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fand sich dazu ebenfalls etwas: Eine Acht-Zeilen-Meldung im Feuilleton mit der Überschrift „Ein Klotz am Bahnhof“. Da sollte wohl eine lustige Assoziation … Den ganzen Artikel lesen »